Raids & Dungeons

Interview mit Lead Raid Designer Brett Scheinert

Brett Scheinert aka CRB_Timetravel, Lead Raid Designer bei Carbine, gab ein Interview zu den uns bevorstehenden Raids in WildStar. So spricht er über deren Schwierigkeitsgrad, den Attunement-Vorgang und erklärt wie es voraussichtlich nach den ersten beiden Raids weitergehen wird. Wir haben das Interview für euch ins Deutsche übersetzt.
Veröffentlicht von Loui am 13.Mai, 2014 um 10:55 Uhr
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Raids in WildStar


Brett Scheinert aka CRB_Timetravel, Lead Raid Designer bei Carbine, gab ein Interview zu den uns bevorstehenden Raids in WildStar. So spricht er über deren Schwierigkeitsgrad, den Attunement-Vorgang und erklärt wie es voraussichtlich nach den ersten beiden Raids weitergehen wird.

In guter Readycheck-Manier haben wir das Interview bestmöglich für euch ins Deutsche übersetzt. Solltet ihr das originale Interview von unseren englischsprachigen Kollegen von wildstarforums.com bevorzugen, so findet ihr dieses hier.

Es ist kein großes Geheimnis, dass ihr Jungs auf fordernde und zugleich faire Kampfmechaniken abzielt, aber bedeutet dies, dass jeder Bossfight in einem Wipe enden wird, sollten 1 oder 2 Spieler einen Fehler machen?

Das kommt ganz darauf an wie hart man am Limit spielt. Ich denke, dass Gilden die sich World Firsts als Ziel gesetzt haben und diese Bosse oft unterequipped so schnell wie möglich töten wollen, sehr anfälliger auf Fehler sein werden als andere Gilden. Der Spielraum für Fehler wird für solche Gilden viel geringer sein. Wenn man sich z.B. vorstellt, wie diese Gilde gegen einen Boss kämpft, der einen DPS-Check beinhaltet und die Spieler im Grunde kaum das notwendige Equipment mit an den Start bringen, so entscheiden 1 oder 2 tote Spieler sehr schnell über Erfolg oder Misserfolg.

Nach einiger Zeit werden mehr und mehr Gilden sich an den Bossen versuchen und das Equipment der Spieler wird von Woche zu Woche besser und besser. Mit angemessenem Equipment ist es nicht unmöglich solche Bosskämpfe auch mit dem ein oder anderen toten Spieler zu bestehen. Bei vielen Bossen gibt es einen Schwellenwert, also eine Anzahl an Fehlern, toten Spielern etc. die, sollte man diesen Wert überschreiten, nicht mehr schaffbar sind.

Ein gutes Beispiel stellt hier der Bosskampf gegen Kuralak in den Genarchiven dar. In der zweiten Phase des Kampfes beginnt sie Spieler zu verfluchen. So machen diese Spieler zwar mit dem Fluch mehr Schaden, jedoch sterben sie nach einer bestimmten Zeit. Die Anzahl der Spieler die stetig verflucht werden verdoppelt sich jedes Mal. Also 1, 2, 4, 8, 16, 32 Spieler. Man benötigt andere, nicht verfluchte Spieler um die eigenen Mitspieler vor dem sicheren Tod zu bewahren. Je mehr Spieler verflucht werden, desto kleiner wird der Spielraum für Fehler und sollte man bereits über 5 tote Spieler verfügen, so würde man spätestens bei der 16 fachen Verfluchung kapitulieren müssen.

Ich habe gehört, dass es Checkpoints innerhalb der Raids geben wird. Sind die Raid-Zonen so groß? Wie viele solcher Checkpoints wird es geben?

Die Raids sind sehr groß. Die Genarchive beinhalten 5 Event-Räume, 10 Mini-Bosse, 6 Bosskämpfe, und 2 Stockwerke während die Datenzonen 8 Bosse, 16 Mini-Bosse, einige Event-Räume und Herausforderungen beinhalten. Beide unserer Raids setzten sich einmal pro Woche zurück, daher sorgt das Checkpoint-System dafür, dass der erreichte Fortschritt einer Gilde innerhalb der gesamten Woche bestehen bleibt. Solltet ihr also diverse Bosse, Mini-Bosse etc. besiegen, so müsst ihr diese innerhalb der gleichen Woche nicht noch einmal töten. Die Trashmobs bzw. die Basis-Bevölkerung der Raid-Instanzen kann an einigen Stellen wieder zum Leben erwachen, aber so liegt diese nun mal in der Natur der Dinge.

Der Kampf gegen X-89 in den Genarchiven beinhaltet ein Zusammenspiel mit der Umgebung. So muss man steht's versuchen nur einen Bruchteil der Plattform nach unten fallen zu lassen, ohne den ganzen Raid in die Luft zu sprengen. Ansonsten spielt sich der Bossfight relativ simpel. Kannst du uns ein weiteres Beispiel zu einem solchen Zusammenspiel geben?

Klar doch! Der dritte Boss namens Phage Maw innerhalb der Genarchive, ist ein weiterer Kampf der sich im Grunde wie ein Tank & Spank Kampf anfühlt. Er besitzt 2 Phasen zwischen denen er stets hin und her wechselt. In der einen Phase fliegt er in die Luft und beschießt euch mit Raketen, während die Spieler versuchen Plasma Tanks aufzuheben um damit die Generatoren auf den drei Seiten aufzuladen. Natürlich sollte man sich währenddessen nicht von den Raketen treffen lassen. Sobald man die Generatoren angeworfen hat, erhält 1 Spieler im Raid einen Buff, der es ihm oder ihr ermöglicht ein mächtiges Schild zu generieren. Dieses Schild schützt alle darin befindlichen Spieler vor der bevorstehenden Landung Phage Maw's, welche den gesamten Raum in die Luft sprengt. In der Boden-Phase geht es relativ simpel zur Sache. So wird der Tank konstant mit einer gewaltigen Laser-Kanone beschossen und Phage Maw beginnt Bomben zu platzieren. Die Explosion einer solchen Bombe reduziert die Lebenspunkte aller Raid-Spieler um etwa 30-40%. Sobald Phage Maw wieder in Phase 1 wechselt, explodieren jedoch alle platzierten Bomben auf einmal. Hier entsteht auch wieder ein weiteres Zusammenspiel, denn die Anzahl der Bomben die Phage Maw platziert nimmt stets zu. So muss der Raid die Bomben kontrolliert detonieren lassen, danach den Heilern die Möglichkeit geben den Raid hochzuheilen, um danach fit für die nächste Explosion zu sein. Je länger der Bossfight dauert, desto chaotischer wird es und desto schneller und effizienter sollte man sich um die Bomben kümmern.

Für die Veröffentlichung von WildStar ist ein 20 Spieler Raid, und ein 40 Spieler Raid vorgesehen. Wie lange wird es dauern bis es einen weiteren Raid geben wird? Wird es für beide Modi zeitgleich einen weiteren Raid geben? Wird man die ersten beiden Raids absolviert haben müssen, bevor man in die neuen Raids gehen kann?

Im Moment hängt eine Menge von diesen Entscheidungen davon ab, wie sich die Spieler zur und nach der Veröffentlichung anstellen werden. Angenommen, Spieler rauschen förmlich durch den Content, so werden wir diesen ordentlich ausbalancieren und als nächste Stufe anbieten. Dies ist meiner Meinung nach sehr unwahrscheinlich, aber ich kann nicht sagen, dass es vollkommen unmöglich wäre.

Der Plan, den ich gerne benutzen würde, sieht vor, dass neue Raids steht's ein weiteres Sprungbrett nach vorne darstellen. Angenommen die Genarchive beinhalten Tier 1 bis Tier 3 Equipment, dann hätte der nächste Raid wahrscheinlich T2-T4 oder T2-T5 Equipment. Die neue Instanz startet innerhalb des Bereiches der letzten Instanz, aber erlaubt es den Spielern noch weiter voranzuschreiten, je weiter sie es innerhalb der neuen Instanz Richtung Ende schaffen.

All das wird sich jedoch erst herauskristallisieren und hängt vom Fortschritt ab, den Spieler nach der Veröffentlichungen machen werden. Es gibt im Moment keine Pläne für eine Art Auffang-Mechanik. Wenn also ein neuer Raid hinzugefügt wird, dann wollen wir nicht, dass alle bisher dagewesenen Inhalte plötzlich obsolet werden. Diese sollen auch weiterhin Bestandteil des Fortschritts bleiben.

Gibt es für jeden Raid seperate Attunement-Quests?

Der derzeitige Attunement-Prozess ist technisch gesehen für die Datenzonen angedacht, jedoch besteht ein Bestandteil dieses Prozesses darin, sich für die Genarchive zu qualifizieren. So muss z.B. in einem der Schritte für das Attunement, Dreadphage Ohmna, der finale Boss der Genarchive getötet werden. Der gesamte Attunement-Prozess für Datenzonen beinhaltet etaw 14 Schritte. Die Aufgabe in die Genarchive zu gehen dürfte bei Schritt 11 oder 12 liegen. Wie man sehen kann, wird man also einige der Schritte für beide Instanzen benötigen, andere widerum nur für die Datenzonen.
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