Raids & Dungeons

Prognose: 40-Spieler Raids stehen vor dem Aus!

So episch 40-Spieler Raids auch sein mögen, der organisatorische Aufwand ist enorm und so schafft es bisher nur eine Hand voll Gilden in die Datenzone. Mike Donatelli, Game Director bei Carbine, kündigte in einem Interview mit Massively nun die Lösung dieses Problems an.
Veröffentlicht von Loui am 15.Okt, 2014 um 12:54 Uhr
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Als WildStar vor etwa einem Jahr verkündete, dass es epische und beinharte 40-Spieler Raids besitzen werde, überschlugen sich die Schlagzeilen. Viele Spieler gedenken gerne den guten, alten Zeiten in Vanilla WoW, obgleich es sicherlich nicht immer leicht war. So groß die Freude auf 40-Spieler Raids auch war, die Skepsis ob dieses Experiment heutzutage tatsächlich Früchte tragen könne, wich nie von der Seite.

Carbine machte es sich zur Aufgabe die Raids wieder zu dem zu machen, was sie einst waren: Hardcore! Es sollte lediglich einen Schwierigkeitsgrad geben und die Progression durch die Raids sollte linear aufgebaut sein. Damit machte man sich bei Raidgilden und ambitionierten Spielern jede Menge Freunde und so waren WildStar's Raids sicherlich einer der Hauptgründe, warum sich viele Spieler auf das Experiment WildStar einließen.

Nachdem WildStar veröffentlicht war und die Spieler auf Nexus losgelassen wurden, machte sich bei vielen Spielern schon recht bald Ernüchterung breit. So sehr man sich auf Hardcore-Inhalte auch gefreut hatte, die Vanilla/TBC Generation war in die Jahre gekommen. Die Mentalität war zwar vorhanden und der Wille war auch da, doch Spieler hatten schon längst einen neuen Lebensabschnitt begonnen, der oftmals andere, weitaus größere Prioritäten wie z.B. Job & Familie beinhaltete. Raids erfordern jede Menge Freizeit und Hingabe und so musste sich ein großer Teil der eigentlichen Zielgruppe eingestehen, dass sie nicht mehr Hardcore war.

Die "LFR-Generation" wider um, konnte mit den Raids rein gar nichts anfangen. Der Attunement-Prozess war zeitaufwendig und langwierig und selbst wenn man diesen Schritt überwinden konnte, nur wenige Spieler waren dazu bereit, sich mehrere Tage in der Woche die Zeit einzuräumen und sich zu Raids verpflichten zu lassen.

Nun sind wir im Jetzt angekommen und blicken auf einen 40-Spieler Raid, der zwar in vielen Dingen neue Maßstäbe setzt, gut gelungen ist und zu Recht Carbine's ganzen Stolz darstellt, doch kaum bis gar nicht gespielt wird. Die Anzahl der Raidgilden, die es fertigbringt den "Roster-Boss" zu bezwingen, ist an einer Hand abzuzählen.

Die Konsequenz dürfte nun das baldige Ende der 40-Spieler Raids in WildStar darstellen. So möchte Carbine die Raids zugänglicher machen, ohne dabei am Schwierigkeitsgrad zu rütteln. Mike Donatelli, Game Director bei Carbine kündigte im Interview mit Massively an, dass man im Moment einen Plan ausarbeite, die 40-Spieler Raids anzupassen und gildenfreundlicher zu machen.

Carbine arbeitet an Umstellung der 40-Spieler Raids
Players like the challenge of the raids and dungeons. Player feedback has shown us that they're not happy with trying to wrangle a 40-man roster, so we're working on a plan to alleviate this, and we'll be able to talk about it very soon. I think everyone will be pleased.

Sollte die Datenzone tatsächlich den letzten 40-Spieler Raid darstellen, so stellt sich die Frage, wie die Zukunft von WildStar's Raids aussehen mag. Die 20-Spieler Raids erfreuen sich seit der Anpassung des Attunements großer Beliebtheit und bewiesen sich bisher als goldene Mitte. 10-Spieler Raids sind wider um laut Dungeon & Raid Lead Designer Brett Scheinert aka CRB_Timetravel derzeit nicht geplant.

Sollte Carbine tatsächlich das Ende der 40-Spieler Raids verkünden, so stellt sich außerdem die Frage, was man mit der Datenzone anstellen werde. Stellt diese dann ein Relikt der "Hardcore-Zeiten" dar, um uns an die guten alten Zeiten zu erinnern, oder arbeitet Carbine daraufhin, die Datenzone komplett an das neue System anzupassen, was mit sehr viel Arbeits- sowie Zeitaufwand verbunden wäre.

Wir sind mal so frech und wagen uns zu der Behauptung, dass Carbine schon bald vollkommen auf 20-Spieler Raids umsatteln dürfte.

Vorschau auf weitere Raids

  • Im Moment befinden sich mindestens 6 weitere 20/40-Spieler Raidinstanzen in der Entwicklung.

  • Im Moment gibt es keine Pläne für 10-Spieler Raids.

  • Auch für zukünftige Raids werden Attunements, sprich Zugangsquests notwendig sein, um diese zu besuchen. Diese dürften jedoch deutlich weniger zeitaufwändig sein, als das derzeitige Raid-Attunement.


Carbine hat im Laufe der letzten Monate mehrfach betont, dass 40-Spieler Raids ein Experiment darstellen und man nicht verbissen daran festhalten werde, wenn es sich herausstellen sollte, dass diese nicht von der Community angenommen werden.

Jeremy Gaffney, ehemaliger Executive Producer bei Carbine, sowie David Bass, ehemaliger Community Manager gaben in der Vergangenheit folgende Statements ab.

40-Spieler Raids kein Muss!
Carbine habe verschiedene Raidgrößen ausprobiert und es hat sich herausgestellt, dass sich 40 Mann Raids in WildStar im Vergleich zu anderen Gruppengrößen sehr unterschiedlich anfühlen und zudem jede Menge Spaß machen. Der Spielspaß steht, wie in vielen anderen Bereichen des Spiels auch, an vorderster Stelle. Sollte es sich herausstellen, dass auf lange Sicht 20er Raids mehr Spaß machen, so wird man sicherlich nicht verbissen an 40er Raids festhalten. Unterstützt vom Beta-Feedback der Spieler sei man sich jedoch recht sicher, dass 40 Mann Raids eine tolle Sache darstellen.

Ask me Anything: Raids
Sollten 40 Mann Raids langfristig gesehen nicht funktionieren, bzw. sollte die Nachfrage der Spieler bzw. der Spielspaß der Spieler in diesen System nicht zufriedenstellend sein, so wird Carbine wie bei allen anderen Systemen auch, ein offenes Ohr für die Community haben. Man wird weder stur seiner eigenen Vision folgen, noch wird man die Entscheidung vollkommen in die Hände der Community legen. Carbine ist davon überzeugt, dass die 40er Raids jede Menge Spaß machen werden und funktionieren werden. Wäre dem nicht der Fall, oder hätte es bereits in der frühen Entwicklung Anzeichen für das Scheitern dieses Systems gegeben, so hätte man bereits Änderungen vorgenommen. Dies ist jedoch ganz und gar nicht der Fall. Das bisherige Beta-Feedback zu den Raids sei sehr positiv.

40-Spieler Raids sind ein Experiment
Ich denke, dass 40 Mann Raids ein Erfolg werden, aber selbst wenn nicht, es gibt nur einen 20 Mann und einen 40 Mann Raid im Spiel im Moment. Wenn der 40 Mann Raid nur wenig Aufmerksamkeit erhält, dann haben wir eben einen gemacht und wir machen mit dem weiter was funktioniert.

Mike Donatelli versprach schon bald weitere Infos zu den geplanten Änderungen an den Raids von WildStar zu veröffentlichen. Wir sind gespannt!
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DISKUSSION
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  • Arcadion
    Arcadion
    17. Okt, 2014
    Da sieht man das die hälfte des Teams geht weil sie gefailt haben
    • reaL
      reaL
      17. Okt, 2014
      troll incoming?xD
  • shurchil
    shurchil
    16. Okt, 2014
    War ja (leider) abzusehen.
    Ich bin zwar kein Raider in WS (weil...naja...ich hab noch nen RL, Frau und so...) dennoch ist extrem schade, dass so etwas ausstirbt.
    Ich war ein großer Befürworter dieser "steinharten" Raids, auch wenn ich selber nie einen von innen gesehen habe/sehen werde.
    Es ist schade, dass die Leute so etwas nicht mehr zu schätzen wissen.

    World of Casualcraft sei Dank. :(

    So far
    • Loui
      Loui
      16. Okt, 2014
      World of Casualcraft sei Dank. :(

      Ich denke nicht, dass man WoW und die Umstellung auf LFR (leichten, kurzweiligen Raidcontent) in Wotlk gänzlich für diese Entwicklung verantwortlich machen kann. Blizzard hat lediglich ein Angebot geschaffen, da die Nachfrage von uns Spielern derartig groß war. Sie dafür an den Pranger zu stellen ist fragwürdig.

      Das diese Entwicklung in meiner Sicht sehr negativ ist und das Genre bzw. PVE im allgemeinen kaputt macht, ist eine andere Sache. Es ist ein laufender Prozess und so bin ich stark davon überzeugt, dass man irgendwann wieder zu den alten Werten zurückkehren wird.


      • Spieler sind nicht länger bereit für ihr Hobby Geld auszugeben -> Trend zu F2P

      • Spieler sehen MMORPGs als Solo-Spiel, welches alle Qualitäten an den Tag legen soll/muss wie eigentliche Solo-RPGs.

      • Spieler scheuen Herausforderungen, die mit "Arbeit" verbunden sind.

      • uvm.


      Ich hoffe inständig, dass sich die Spielerschaft als auch die Spiele, in den nächsten Jahren wieder auf die eigentlichen Werte besinnen, die das Genre groß gemacht haben.